#Peanutbutter

Peanutfuckingbutter Cheesecake

Erdnussbutter – denkt man – das ist doch so amerikanisch. Ja, aber verdammt nochmal, die haben da ausnahmsweise mal sowas von recht. Klar, pur ist die kaum genießbar, aber zusammen mit anderen Zutaten, auf Brot mit Nutella gemischt und dann auch noch warm gemacht….oohhh…da wird mir beim Gedanken daran gleich anders. Und ich gebe zu, auch ein wenig schlecht. Denn auch wenn Gerichte oder Kuchen mit Erdnussbutter derbe schmecken – leicht sind sie nicht. Häufig ist nach einem Bissen das Limit erreicht, wenn man es mit der Nussmasse übertreibt. So ähnlich war oder ist es auch mit diesem Kuchen hier. Im Original-Rezept ist deutlich mehr Zucker und Erdnussbutter drinn und weniger Frischkäse. Auch gehörte da noch eine Schokoglasur obendrauf, doch glaubt mir, so wie ich ihn hier zubereite ist vollkommen ausreichend (siehe Rezept am Ende). Ansonsten hat man genau den Effekt, den man als Germane oft bei amerikanischen Süßigkeiten hat: Dir wird schnell schlecht.

Doch hier geht es ja um lecker und so. Und damit es lecker wird, fange ich erstmal an, den Boden für diesen Kuchen zuzubereiten. Als  erstes lege ich eine normale Springform mit Backpapier aus. Das bedeutet der Kuchen bleibt nicht an der Form kleben und lässt sich hinterher sehr gut umsetzen. Ich nehme nun die Butter und beginne sie in einem Wasserbad zu schmelzen. Zum Boden gehört eine weitere Zutat und zwar Kekse. Ich nehme immer die weichen, amerikanischen Schoko-Cookies mit Schokostücken darin. Einmal habe ich mir sogar die leckeren Schoko-Cookies von Subway abwiegen lassen und als Kuchenboden verwendet – ein Träumchen sag ich euch. Diese Cookies zerquetsche ich und brösel sie in eine Rührschüssel. Als die Butter flüssig ist, gieße ich sie über die Keksbrösel. Achtet auf das richtige Verhältnis von Butter und Keksen. Bei zuviel Butter, kann es sein, dass der Boden zu weich und fettig wird. Nachdem die Butter etwas abgekühlt ist, wird dieses Butter-Keksgebrösel mit der Hand zu einer Masse verknetet. Diese Masse drückt ihr auf den Boden der Springform, bis jeder Flecken bedeckt ist.

Jetzt kommt die Teigmasse an die Reihe und versucht euch zu beherrschen, diese nicht schon im rohen Zustand völlig zu verspeisen. Schmeckt nämlich auch schon sehr gut. In einer weiteren Rührschüssel verquirle ich den Frischkäse, den Zucker und die Erdnussbutter. Je nach Geschmack könnt ihr hier noch mehr Erdnussbutter, oder Zucker hinzugeben. Danach kommen nur noch die zwei Eier hinzu und das Gemisch wird noch cremiger. Das war es auch schon. Diese Masse gebt ihr in die Springform auf den Keksboden, streicht sie schön glatt, gleitet noch ein, zwei mal durch die Masse um zu testen ob sie auch wirklich schmeckt – ja, tut sie – und dann nehmt ihr für ein paar Minuten Abschied von ihr, denn jetzt muss sie in den Ofen. Tröstet euch mit dem Abschlecken der Rührstäbe. Wobei, dies ist doch auch eigentlich der wahre Grund, warum wir backen: Gebt es zu. Aber keine Angst, der Kuchen kommt nach dreißig Minuten wieder zurück zu euch, duftet herrlich und wird dann noch besser schmecken als vorher.

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Meine Arbeitskollegen haben schon vor Freude fast Orgasmen bekommen, als ich ankündigte, ich würde den Kuchen am nächsten Tag mit zur Arbeit bringen. Wahre Freude wird hiermit also verbreitet. Guten Appetit!

Rezept und Anleitung:
Als erstes werden 75g Butter im Topf oder Wasserbad geschmolzen. Währendessen zerdrückt Ihr 250g weiche Schokocookies, gießt anschließend die flüssige Butter hinzu und verknetet die Masse. Diese drückt ihr auf den Boden einer mit Backpapier ausgelegten Springform.
Nun gebt ihr 600g Frischkäse in eine Rührschüssel, fügt 100g Zucker und je nach Geschmack 100 bis 150 g Erdnussbutter hinzu. Verquirlen. Anschließend die 2 Eier hinzugeben und auf kleiner Stufe cremig rühren.
Diese Masse auf den Keksboden geben und das Ganze auf der mittleren Schiene bei 180° Grad maximal 30 Minuten backen. Anschließend genießen.