Oder wie man mit dem backt, was man hat und was man kann

Der goldene Schnatz mit Schokokuchen

Es ist mal wieder soweit, die Kinder meiner Schwester haben Geburtstag und da möchte ich mich natürlich nicht lumpen lassen. Mein Neffe hat als erstes Geburtstag und steht nun mit seinen 12 Jahren an der Schwelle zum Teenager. Mit Zügen, Lastern oder Traktoren brauche ich ihm nicht mehr kommen. Vorbei sind die niedlichen Antworten. Wenn ich ihn frage: „Weißt du eigentlich, warum es hier im Norden so flach ist?“ antwortet er mit: „Ja, weil hier alle so viele Flachwitze erzählen.“ Fips Asmussen lässt grüßen. Was er momentan sehr gerne liest, ist Harry Potter. Und ich, die mit 36 Jahren auch immer noch Fan von Blitznarbe-Harry ist, kann das sehr gut verstehen. Ich habe auch ein paar neue Backformen, unteranderem die Halbkugel-Backform von Féerie Cake, die ich ausprobieren möchte. Und welcher runde Gegenstand fällt euch im Zusammenhang mit Harry Potter ein? Genau, der goldene Schnatz (Rezept, siehe unten).

Ich habe mir im Internet angeschaut, wie andere Bäcker ihre Schnatzkuchen gestaltet haben und mich entschieden den Kuchen als eine komplette Kugel mit Flügeln zu backen. Der Kuchen selber wird ein Schokokuchen, der nicht zu weich und sabschig ist, damit die Kugel nicht auseinanderfällt. Drumherum und zwischen die beiden Halbkugeln kommt eine Vanillecreme. Das ganze decke ich dann mit weißem Fondant ein, den ich einkerben werden, damit er wie der echte goldene Schnatz aussieht. Zum Schluss kommt noch essbares Goldspray zum Einsatz für den Glanz und zwei Flügel, damit er fliegen kann.

Klingt relativ einfach und im Gegensatz zum Mumien-Kuchen vom letzten Jahr, ist er das auch tatsächlich. Ich bin diesmal wieder bei meiner Mutter in der Küche, damit mir beim Transport nicht die Kugel vom Teller rollt. Der Teig ist schnell und einfach zubereitet. Da meine Backform 20x10cm ist, befürchte ich, dass der Kuchen sehr groß werden wird, wenn ich den Teig zweimal anrühre und aufeinanderstaple. Deshalb wiege ich vorher die Schüssel ab, damit ich nachher den fertigen Teig abwiegen und quasi halbieren kann. Dann gebe ich den halben Teig in die mit Backpapier ausgelegte Form, damit die runde Kuchenspitze nicht hängen bleibt. Nach etwa 30-40 Minuten hole ich den fertigen Kuchen aus dem Backofen. Normalerweise ist es für mich in Ordnung, wenn die Mitte des Schokokuchens noch etwas weich ist, da aber diesmal das Gewicht des Kuchens auf der runden Spitze ruhen wird, muss auch die Mitte durchgebacken sein. Der Pikstest verrät mir, wann es soweit ist.

Nachdem ich auch die zweite Halbkugel aus dem Ofen holen und diese abgekühlt ist, stelle ich fest, dass der Kuchen doch recht klein wird. Naja, dann muss ich wenigstens keine Stützen wie Strohalme mit einbauen. Ich schneide also mit meinem Kuchenmesser die Unebenheiten der beiden glatten Seiten der Halbkugeln so zurecht, dass sie plan aufeinanderliegen. Dann schneide ich quasi den Äquator meines Kuchens so zurecht, dass sich eine Kugel ergibt. Na gut, eine richtige Kugel ist es nicht, mehr eine Frikadelle, aber für eine Kugel müsste ich noch mehr von dem köstlichen Kuchen abschneiden. Es bleibt also bei der Schokoschnatzfrikadelle.

Nun bereite ich die Vanillecreme vor und verteile sie noch warm zwischen den beiden Halbkugeln. Anschließend verteile ich die Creme auf der ganzen Kugel und versuche die restlichen Unebenheiten mit ihr auszufüllen, um eine glatte Oberfläche zu bekommen. Dann fange ich an den weißen Fondant auszurollen.  Ein wenig Puderzucker auf dem Tisch und an der Rolle helfen, damit die weiße Masse nicht kleben bleibt. Der Umfang meiner Kugel ist etwa 16cm, so grob gerechnet muss der Fondant in Länge und Breite doppelt so groß wie der Umfang sein, damit er über den ganzen Ball passt. Meiner ist sogar mehr als 40cm breit. Sollte reichen. Mit beiden Händen hebe ich den ausgerollten Teig schnell über die Kugel, bevor er reißt. Deshalb nicht zu dünn ausrollen, das gibt hinterher nur Löcher. Dann streiche ich die Masse mit den Händen von oben bis unten glatt an den Kuchen. Das geht ganz gut, bis ich unten angekommen bin.

Unten habe ich zu viel Masse, deshalb schneide ich den überschüssigen Fondant ab, forme daraus einen Ball, wickle ihn in Folie ein und lege ihn später in meinen Vorratsschrank. Den unteren Rand schiebe ich unter die Kugel. Hierfür benutze ich ein Modellierwerkzeug aus Plastik, wenn du die Finger benutzt, dann wird der Fondant weich und klebrig. Deshalb benutze am besten ein Werkzeug um den Fondant zu modellieren. An einer Stelle ist der Fondant bei mir tatsächlich etwas dünn, ich versuche ihn mit einem dünnen Stück Fondant zu reparieren. Auf meinem Handy öffne ich ein Bild vom goldenen Schnatz aus dem ersten Harry Potter Film. Ich stelle es neben den Kuchen und schnappe mir ein Modelliertool mit einer abgerundeten Spitze, ähnlich wie ein Bogen, damit ich die Maserungen in den Fondant drücken kann. Ich übertrage die Linien vom originalen Schnatz zunächst mit der Werkzeugspitze dünn auf den Kuchen. Als alle Linien leicht vorgezeichnet sind, drück ich mit der bogenförmigen Spitze die Linien in den Fondant und fahre den jeweiligen Strich entlang. Zum Schluss kommen noch zwei kleine Fondantkügelchen links und rechts auf den Kuchen, dort werde ich später die Flügel platzieren.

Jetzt stelle ich den Kuchen in den Kühlschrank, damit mir nichts davon wegschwimmt. Als ich ihn später raushole, sehe ich, dass die Vanillecreme wohl nicht so gut mit dem Fondant funktioniert. Meine kleine geflickte Stelle ist undicht und die Creme ist dort rausgetropft. Ich versuche sie wieder zu schließen, aber die Wunde heilt nicht – ist wohl Bluter der Kuchen. Provisorisch hält der Kuchen dicht. Jetzt nehme ich mir die Dose mit dem Goldspray zur Brust und sprühe den gesamten Kuchen ein, von oben, unten, der Seite – zum Glück habe ich jetzt endlich einen Drehteller, der mir die Arbeit erleichtert. Ich lasse das Gold kurz trocknen und nehme mir dann den schwarzen Lebensmittelstift. Ich zeichne die Einkerbungen nach und verwische die schwarzen Linien leicht mit dem Finger. Nun sehen sie etwas älter und realistischer aus. Zum Schluss stecke ich die beiden Federn in die jetzt goldenen Kugeln und fertig ist der Schnatz.

Die Freude über den Kuchen ist meinem Neffen ins Gesicht geschrieben. Auch der Schokokuchen schmeckt sehr lecker. Einzig würde ich nächstes Mal lieber eine Ganache nehmen, damit der Fondant nicht vom Kuchen rutscht nach dem Anschneiden. Ansonsten ist der Kuchen tiptop und ein voller Erfolg. Mein Neffe sagt: „Das ist der coolste Kuchen, den ich je bekommen habe.“ Na, da kann er doch noch sehr niedlich sein.

Rezept:
Als erstes werden die 4 Eier und die 200g brauner Zucker schaumig geschlagen. Währenddessen müssen 200g Butter geschmolzen und anschließend zu dem Eigemisch hinzugegeben werden. Gut verrühren.
Die trockenen Zutaten mischen: 120g Mehl, 100g Kakaopulver, 50g Puderzucker, 1TL Backpulver und 1 Päckchen Vanillezucker. Das Ganze dann mit dem Eigemisch gut verrühren.
Ich habe den Teig halbiert und nacheinander in einer halbkugel-Backform gebacken, jeweils etwa 30 Minuten bei 180°C. Der Kuchen wurde dadurch recht klein. Wenn du einen größeren Kuchen bekommen möchtest, rate ich den Teig zweimal zu rühren und zu backen. Dann musst du aber wahrscheinlich den Kuchen später etwas stabilisieren, wenn du daraus eine Kugel machen möchtest.
Meine beiden Hälften sind klein und leicht, deshalb muss ich sie nicht abstützen. Sie passen nicht exakt zusammen, ich schneide die oberen Ränder und die Seiten leicht ab, bis sich eine Kugel ergibt. Ich bereite eine Vanillecreme zu aus 500ml Milch, einem Päckchen Vanillepudding (ca. 60g) und etwa 3El Zucker. Das ganze mindesten zwei Minuten aufkochen. Dann streiche ich die Vanillecreme zwischen die beiden Kuchenhälften. Und anschließend streiche ich die Creme um die gesamte Kugel und versuche mit ihr Unebenheiten abzudecken. Das Ganze muss dann fest werden.
Nun streust du Puderzucker auf den Tisch und rollst etwa 500g oder auch weniger weißen Fondant aus. Er muss etwa doppelt so breit und lang ausgerollt sein, wie der Durchmesser der Kugel beträgt. Bei mir ist er 16cm, also roll ich den Fondant auf 38cm aus. Nun wird der Fondant vorsichtig und mit beiden Händen über die Kugel gelegt. Mit den Händen wird die weiße Schicht von oben nach unten glatt an die Kugel gestrichen. Unten wird der überschüssige Fondant abgeschnitten und am besten mit einem Plastik- oder Holzstiel unter die Kugel geschoben und glattgestrichen. So entsteht ein sauberer Abschluss.
Mit einem Modellierwerkzeug drücke ich die Einkerbungen des originalen Schnatzs in meinen Fondantmantel des Kuchens. Ein Bild des kleinen Balles hilft mir hier. Zwei kleine Fondantkügelchen die ich links und rechts auf der Kugel anbringe dienen später als Halterung für die Federflügel. Nun sprühe ich den Kuchen mit essbarem Goldspray ein, bis keine weiße Stelle mehr zu sehen ist. Nachdem die Farbe getrocknet ist, male ich mit einem schwarzen Lebensmittelstift die Einkerbungen aus und verwische das schwarz mit den Fingern. Das verleiht den Kerben mehr tiefe. Zum Schluss werden die beiden Federn in die zwei Erhebungen gesteckt und fertig ist der goldene Schnatz. Guten Appetit!

 

Baileys Parfait (nicht gebacken, aber süß)

Ich weiß, ich weiß, mein Blog ist ein Backblog. Aber es geht hier um leckere, süße Sachen und ein Parfait (halbgefrorenes), das ist wirklich verdammt lecker und süß. Und zudem so einfach und schnell zubereitet. Es ist fast Eis, aber wird ohne eine Eismaschine hergestellt. Das Grundrezept besteht aus drei Zutaten und kann mit allem möglichen verfeinert werden, mit Giotto, Mandelmuss, Raffaello und, und, und. Da meine Mutter mir eine Flasche Baileys in die Hand gedrückt hat mit den Worten „Hier, die muss weg sonst läuft die ab“, dachte ich mir es könnte doch mal ein leckeres Baileys-Parfait geben (Rezept siehe unten).

Da ich auf eine größere Feier eingeladen bin, werde ich gleich die doppelte Portion Parfait zubereiten. Dafür schlage ich zwei ganze Eier in eine Metallschüssel, die ich gleich für ein Wasserbad auf den Topf mit Wasser stellen kann. Zu den ganzen Eiern kommen vier Eigelb und Puderzucker. Jetzt stelle ich den Topf und die Schüssel auf den Herd, den ich auf eine niedrige Stufe stelle. Das Wasser darf die Schüssel nicht berühren und nicht kochen. Die Masse muss zudem die ganze Zeit gerührt werden, sonst flockt das Ei und man darf von vorne anfangen. Nach einer Zeit wird das Gemisch cremiger und etwas heller. Ich puste auf die Oberfläche und sehe, dass sich Wellen bilden, die entfernt an eine Rose erinnern – zur Rose abziehen heißt diese Methode – die Creme ist fertig und ich nehme sie zum Abkühlen vom Herd.

Jetzt schlage ich die Sahne steif und hebe sie unter das Ei-Gemisch. Dies ist das Grundrezept eines leckeren Parfaits. Jetzt kommt der Baileys hinzu, ich versuche es mit etwa 30ml oder ein wenig mehr, zu viel würde die Masse nicht richtig gefrieren lassen. Dann gebe ich nach gut düngen Schokostreusel hinzu. Ich sollte diese wohl das nächste Mal erst einstreuen, wenn die Masse schon etwas gefrorener ist, denn weil sie so schwer sind, setzen sich die Streusel am Boden ab.

Die Masse gebe ich in eine mit Klarsichtfolie ausgelegte Kastenform. Es reichen schon vier bis fünf Stunden, damit das Parfait gut durchgefroren ist, ich lasse es aber gerne eine ganze Nacht im Tiefkühler. Zum Servieren stürze ich das Parfait aus der Form direkt auf den Teller. Unten ist nun oben und dort sieht man sehr gut die Schicht aus Streuseln und Baileys – Ups. War wohl doch etwas viel von beidem. Dies hat dem Geschmack allerdings nur Gutes getan. Guten Appetit!

Rezept und Anleitung:
Das ist das Rezept für die doppelte Portion Parfait. Wer das Parfait nur für vier bis fünf Personen zubereiten möchte, nimmt einfach von allem die Hälfte. Wir brauchen hier insgesamt 6 Eier. Zwei davon kommen im Ganzen in die Metallschüssel und von den anderen vieren nur das Eigelb. Ebenfalls kommen 100g Puderzucker in die Schüssel. Diese stellen wir nun auf einen Kochtopf mit nur wenig Wasser. Die Schüssel darf das Wasser nicht berühren. Den Topf und die Schüssel nun auf die Kochplatte setzen und bei kleinster Stufe erwärmen. Es darf nicht kochen. Hierbei immer mit den Mixer – ebenfalls auf kleinster Stufe – das Gemisch schaumig schlagen. Es ist fertig, wenn sich durch pusten kleine Wellen auf der Oberfläche bilden, die entfernt an eine Rose erinnern – zur Rose abziehen heißt das.
Die Schüssel wird zum Abkühlen vom Herd genommen und 500ml Schlagsahne werden steif geschlagen. Diese wird der Masse untergehoben. Zum Schluss kommen – nach eigenem Belieben – Schokostreusel und Baileys hinzu. Ich habe ungefähr 30ml Baileys genommen. Wenn man zu viel von beidem nimmt, wird das Parfait später zu weich und alle Schokostreusel sammeln sich am Boden der Form. Das Ganze am besten über Nacht in den Tiefkühler. Kalt servieren und schnell aufessen.

Oreo-Cheesecake mit Erdnussbuttercreme

Wenn mich jemand als Teenager gefragt hätte: „Was sind deine Lieblingskekse?“ Meine Antwort hätte ganz klar gelautet: „Oreo-Kekse!“ Was sonst natürlich? Den meisten Spaß beim Essen der Oreo-Kekse habe ich – heute noch – wenn ich die beiden schwarzen Kekshälften von der weißen, süßen Creme abtrenne. Einmal drehen, die Creme auf der einen Seite ablecken und dann den Rest genüsslich verknuspern. Dass die dunklen Krümel ein wenig hartnäckiger sind, als normale Kekskrümel ist irrelevant und gehört zu einer großen Oreo-Sause dazu. Nachdem der Boden meines Peanutbutter-Cheesecakes aus Cookies besteht, dachte ich mir: „Das muss doch auch mit Oreo-Keksen funktionieren.“ Und ja, tut es (siehe Rezept am Ende).

Ich besorge mir also ein paar Rollen Oreos, Butter und vor allem Frischkäse. Eier, Erdnussbutter und Puderzucker habe ich noch zuhause. Zuerst widme ich mich meiner Lieblingsbeschäftigung: Kekse auseinander drehen. Ich kratze die weiße Creme von den Keksen und lasse sie in die Schüssel fallen, in der ich später den Hauptteig anrühren werde. Die Kekshälften lege ich auf ein Stück Frischhaltefolie. Währenddessen schmelze ich die Butter im Wasserbad. Nachdem ich die Kekse auseinandergedreht habe – fünf müsst ihr behalten für später – und auf die Folie lege, decke ich diesen Haufen mit dem Rest zu, so dass ein kleiner Beutel entsteht. Mir mangelt es an einer kleinen Schüssel und einem Stößel zum Zerbröseln. Das was dem Stößel von der Form her noch am ähnlichsten ist, ist mein Baseballschläger, aber das halte ich dann doch für ein wenig übertrieben. Also nehme ich das dickere Ende meiner großen Schere und kloppe auf den Keksen herum, bis sie zerbröselt sind. Die Brösel gebe ich in eine kleine Schale und übergieße sie mit der flüssigen Butter. Ein wenig zermantschen und dann auf den Boden einer mit Backpapier ausgelegten Springform drücken – der Boden ist schon mal fertig.

Für den besonderen Kick des Kuchens kommt zwischen den Boden und den Cheesecake eine Schicht aus Erdnussbutter und Puderzucker. Die Mengen kann jeder nach Geschmack und Bedarf anrühren – einfach mit dem Löffel. Das Ganze dann auf dem Keksboden verteilen. Und ja, es ist etwas klebrig, aber die Mühe lohnt sich und, dass was an den Fingern bleibt, kann hinterher genüsslich verspeist werden. Achtet darauf, dass am Ende noch etwas auf dem Kuchen landet von der Creme und nicht nur an den Fingern.

Jetzt wird der Cheesecake-Teig angerührt und zwar – Achtung Überraschung – aus Frischkäse. Den einfach in die Schüssel mit der Kekscreme, zwei Eiern, ein wenig Zucker und den fünf letzten, zerbröselten Keksen geben. Nun muss die ganze Chose nur verrührt und auf den Kuchenboden mit der Erdnussbuttercreme gegeben werden. Dann ab damit in den Ofen für etwa eine halbe Stunde – maximal solange, bis die Masse etwas fester geworden ist. Aufgrund der schwarzen Kekse wird der weiße Cheesecake etwas gräulich aussehen, dafür aber herrlich schmecken. Und falls ihr euch fragt, ob man nur fünf Kekse in den Teig mischen kann: „Nein, es geht natürlich immer mehr.“ Es muss am Ende eben nur noch schmecken. Guten Appetit!

Rezept und Anleitung:
Als erstes schmelzt ihr 75 Gramm Butter im Wasserbad. Aus den zwei Rollen Oreo Cookies Original (etwa 154 Gramm pro Rolle) nehmt ihr fünf Kekse heraus und legt sie für später zur Seite. Der Rest wird für den Kuchenboden verwendet. Dafür dreht ihr die Kekse auseinander, kratzt die Cremefüllung ab, gebt sie in eine Schüssel und die nackten Kekse in einen Klarsichtbeutel – oder wer hat in einen Mörser. Dann werden die schwarzen Kekse zerbröselt, entweder mit einem Stößel oder zur Not mit etwas, dass sich als Stößel umfunktionieren lässt. Zu diesem Gebrösel wird die flüssige Butter gegeben. Verknetet das Ganze zu einer feuchten Masse. Diese wird auf den Boden einer mit Backpapier ausgelegten Springform gedrückt.
Nun gebt ihr etwa 80 Gramm Frischkäse in eine dritte Schüssel. Dazu kommen 80 Gramm Erdnussbutter und 40 Gramm Puderzucker und einmal mit dem Löffel verrühren. Den Löffel genüsslich ablecken. Hier könnt ihr variieren, je nach Geschmack oder Menge, der Erdnussbuttercreme, die ihr auf dem Kuchen haben wollt. Die Creme verteilt ihr auf dem dunklen Cookiesboden in der Springform – kann eine klebrige Angelegenheit werden, die sich aber lohnt.
Jetzt kommt der eigentliche Cheesecake. Dafür gebt ihr in die Schüssel mit der Keksfüllung 600 Gramm Frischkäse, 2 Eier, 100 Gramm Zucker und die fünf Oreo Cookies, die ihr vorher beiseitegelegt habt – zerbröselt natürlich. Das Ganze verquirlen und die fertige Masse in die Springform geben.
Der Ofen wird auf etwa 200 Grad Ober- und Unterhitze (Gasherd Stufe 4/5) gestellt und der Kuchen auf der mittleren Schiene etwa 30 bis 40 Minuten gebacken. Er soll nur fest werden, je nach Ofen kann das schneller oder länger dauern. Anschließen muss er nur noch gegessen werden. Guten Appetit!

Brownies im Schokokussmantel

Gründe zum Feiern gibt es viele: eine Hochzeit, einen Abschluss, einen neuen Job, einen Geburtstag, das Ende einer anstrengenden Beziehung (wobei hier meist die Freunde feiern). Einige Anlässe werden dabei größer gefeiert als andere, zum Beispiel der 18. Geburtstag. In meinem Alter ist es eher der 30. Ich freue mich immer, wenn ein weiterer meiner Freunde sein drittes Jahrzehnt beendet und ich mich nicht so alleine alt fühle: „Jaaa, komm auf die dunkle Seite, wir haben Kuchen.“ Und damit der Übertritt nicht so schwer fällt, backe ich für meine Freundin, das baldige Geburtstagskind, etwas ausgefallenes – ich kombiniere gleich zwei leckere Sachen, Brownies und Schokoküsse und setzte die Küchlein einfach in die Mitte der klebrigen Köstlichkeit. Ich weiß: „Schmackofatz!“

Während also meinen Bekannten bei der Nennung der Idee schon das Wasser im Mund zusammenläuft begebe ich mich an die Umsetzung. Als Brownieteig werde ich einfach das Tarte au Chocolate Rezept von mir ein wenig abändern. Insbesondere damit es nicht so matschig ist, wird der Teig ein wenig mehr Mehl enthalten, als bisher. Damit ich am Tag der Festlichkeiten genug Zeit habe, bereite ich den Kuchen am Abend davor schon zu. Dafür schmelze ich die Schokolade und die Butter im Wasserbad. Währenddessen trenne ich die Eier und gebe nur die Eigelb in den Teig, das Eiweiß will ich später für die Schaumkussmasse verwenden. Achtung: Blöde Idee!! Tut das nicht, nehmt die ganzen Eier – oder vielleicht kann man das Eiweiß ja auch mit Rum ersetzen…hmm….müsste ich einmal ausprobieren.

Nur die ganzen Eier

Nun, ich vermische also die Eier mit dem Zucker einer Prise Salz und anschließend dem Schokobuttergemisch. Hinzu kommen die gehackten Schokostücke, das Puddingpulver, Backpulver und das Mehl. Hier gebe ich das Mehl vor allem nach Gefühl rein. Da der ursprüngliche Teig sehr flüssig ist und die Brownies in meinem Fall nicht so matschig sein sollen, gebe ich gerade soviel Mehl hinzu, dass der Teig ein wenig zäher ist. Als ich ihn auf mein gefettetes Backblech gebe, kommt mir der Teig ein wenig komisch vor. Schiebe ihn dann aber trotzdem in den Ofen. Als er dann fertig ist und auch abgekühlt, merke ich, dass die Idee mit den getrennten Eiern nicht meine Beste war. Ich klopfe auf den Kuchen und nun, er war ein wenig hart, fast keksig hart, wenn nicht sogar zementig.

Ich backe den Kuchen also nochmal, nun mit den ganzen Eiern eben. Diesmal fülle ich den Teig in meine normale Springform, was im Nachhinein wohl sogar besser war. Ich habe noch ein kleines Plastikschnapsgläschen, welches ich nun zum Ausstechen nehme. Gott sei Dank ist es aus dünnem Plastik, denn ich bekommen den ausgestochenen Kuchen nichts aus dem Glas. Ich zersplitter das Glas in zwei Hälften und kann so auch bei den nächsten ausgestochenen Kreisen, den Kuchen gut aus dem Glas entfernen. Ich drücke die beiden Hälften zusammen und in den Kuchen und lege den runden, hohen Brownie auf ein Gitter. Unter dem Gitter habe ich Backpapier gelegt, denn gleich geht sie los, die Schweinerei. Vorher schneide ich aber noch alle runden Brownies in zwei Hälften.

Achtung vor tieffliegendem heißen Sirup

Jetzt kommt die Schaumkussmaße dran: Dafür koche ich zunächst Zucker mit Wasser zu einem klebrigen Sirup. In einer hohen Schüssel schlage ich derweil Eiweiß mit Puderzucker steif. In einer kleineren habe ich lauwarmes Wasser in der ein wenig Gelatine aufweicht. Als der Eischnee steif, der Sirup gekocht und die Gelatine weich ist, werfe ich alles in eine Schüssel und schlage das ganze zu einer cremigen, schaumigen Masse, bis sie abgekühlt ist. Ein kleiner Tipp: der Sirup ist heiß! Falls ihr also so trottelig (wie ich) sein solltet und den Löffel mit dem heißen Zeug durch die Gegend werft, gebt wenigstens acht, dass die schmelzende, kochende Masse nicht auf eurem Finger landet. Sie brennt sich direkt in die Haut. Ich habe mich gefühlt wie Edward Norton in Fight Club, als er sich die Lauge über die Hand gegossen hat. Ich habe meine schwere Wunde überlebt und tapfer weiter gemacht.

Ich nehme mir den ersten Brownie vor, hebe die obere Hälfte herunter, schmiere etwas Schaumcreme auf die untere und lege die obere Hälfte wieder darauf. Dann streiche ich das gesamte Küchlein mit der Schaumkussmasse ein. Eine klebrige Angelegenheit, aber es gibt durchaus unangenehmere Dinge, die man an den Fingern kleben haben kann. So verfahre ich mit den übrigen Brownies, bis die Brownies Whities sind.

Zum Schluss der Schokokuss

Jetzt fehlt nur noch die Glasur. Ich schmelze dafür 200g Kuvertüre, da ich aber knapp 30 Küchlein habe, weiß ich, dass dies jetzt schon nicht reicht. Zum Glück habe ich noch eine Packung Kuchenglasur, die ich zum Schmelzen in die Mikrowelle stellen kann. Ich gieße die Schokolade über die ersten Küchlein und versuche sie komplett zu bedecken. So verfahre ich auch mit den weiteren Brownies, zwar haben alle am Ende einen Schokoüberzug, aber der reicht nicht ganz, um alle weißen Stellen zu überdecken. Dafür hätte ich noch ein mal mindestens 100g mehr benötigt. Zum Schluss stelle ich die Kreationen noch kurz in den Kühlschrank, damit der Überzug fest wird.

Als sie fertig getrocknet sind, packe ich alle ein eine Schüssel, wickle ein wenig Alufolie drum – der Deckel passt nicht mehr – und gehe zur Feierlichkeit. So Sehnsüchtig die Brownies im Schokokussmantel erwartet wurden, so schnell waren sie auch alle weg. Und so schmecken diese Kreationen – entgegen meiner Befürchtungen – nicht zu süß, sondern echt goil.

Rezept und Anleitung:
Für die Brownies:
Die 200 g vollmilchSchokolade und die 200g Butter im Topf oder in einem Wasserbad schmelzen.
Währenddessen werden die 4 Eier, die 100g Puderzucker, das päckchen Vanillezucker und die prise Salz cremig geschlagen. Das Schokobuttergemisch wird langsam dazugegeben und die 100g gehackten Schokostücke vorsichtig untergehoben.
Dann das eine päckchen schokoPuddingpulver und der halbe teelöffel Backpulver dazugeben und auf leichter Stufe verrühren. Nun kommt das Mehl hinzu und zwar nach gefühl – zwischen 100-120g. Falls der Teig immer noch sehr flüssig ist, ein wenig mehr. Das Ganze kommt in eine vorher gefettete spring- oder Tarteform.
Bei 175° Grad auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Ofen 20-25 Minuten backen.
Für die Schaumkusscreme:
Zunächst werden 300g Zucker mit 100ml wasser zu einem Sirup gekocht. Währenddessen werden 4 Eiweiss mit 70G Puderzucker steif geschlagen. 2 Gelatineblätter werden derweil im lauwarmen Wasser aufgeweicht. Der heiße Sirup wird unter rühren zum Eischnee hinzugegeben und anschließend auch die Gelatine. Das ganze wird weiter gerührt, bis sich eine cremig-schaumige Masse ergibt.
zusammensetzen und überziehen:
Sobald der Kuchen fertig und abgekühlt ist, mit einem kleinen Schnapsglas ausstechen – oder etwas anderem kleinen, rundem, das nach möglichkeit oben offen ist, damit ihr den Teig wieder herausschieben könnt. die Ausgestochenen Brownies setzt ihr am Besten auf ein Gitter und darunter legt ihr ein wenig Backpapier.
die Brownies halbiert ihr in der Mitte. zwischen die Hälften schmiert ihr die Schaumkussmasse, legt die obere Hälfte wieder drauf und streicht den kompletten Brownie mit der Creme von außen an. Dies macht ihr mit allen Küchlein.
Nun kommt die Glasur. Dafür könnt ihr kuvertüre nehmen – im Block oder in den Packungen für die Mikrowelle ist dabei wumpe. Einfacher ist die für die Mikrowelle, insbesondere, wenn man mehr als eine Packung braucht. Ich habe 200G Kuvertüre geschmolzen und eine Packung Kuchenglasur in der Mikrowelle aufgewärmt. War knapp, Aber alle Brownies waren mit schokolade übergossen, Anschließend habe ich sie für ein, zwei Stunden in den Kühlschrank gestellt, damit sie schneller trocknen. und dann: Guten Apettit!

 

Brownies mit blauem Puderzucker

Es ist still im Büro, draußen ist es bereits dunkel und die meisten meiner Kollegen aus unserem Gemeinschaftsbüro sitzen bereits zuhause im Feierabend – außer mir. Ich muss noch eine Nachtschicht einschieben, weil ich einen Text abgeben muss und stelle mich auf eine ruhige, aber produktive Nacht ein. Dann kommt mein Kollege Mario, auch er rödelt noch hier rum. Gestern gab es eine Veranstaltung des gemeinnützigen Vereins, der hier die Büroräume mietet. Mario kümmert sich um die Reste. Es gab Waffeln, weshalb hier nun kiloweise Mehl, Eier, Butter, bunte Streusel und blauer Puderzucker in unserer Küche stehen. BLAUER PUDERZUCKER! Wie geil ist das denn, denke ich und probiere ihn. Wahnsinn, der schmeckt genauso wie weißer Puderzucker, wer hätte das gedacht.  „Da muss man doch was daraus machen können“, sagt Mario und sieht sich die Masse an Zutaten an. Und da ich ja eigentlich wirklich sehr viel zu tun habe, beschließen wir kichernd einen Kuchen für unsere anderen Kollegen zu backen. „Die werden Augen machen morgen früh“, sag ich. Insgeheim wollte ich aber mal mit dem blauen Puderzucker backen.

Mario rennt schnell los, um noch Schokolade zu kaufen, denn ich habe zufällig ein Rezept für Brownies dabei, welches ich ausprobieren wollte. Ich setze mich noch schnell an den Rechner und versuche produktiv zu sein. Klappt so semigut. Als wir dann anfangen wollen zu backen, fällt uns auf, was noch fehlt: eine Rührschüssel, ein Handrührgerät und vor allem eine Backform. Das gute an Brownies ist, dass man sie auch direkt auf dem Backblech machen kann und das haben wir Gott sei Dank. Es wird schnell mit Öl und Küchentuch eingefettet und bereitgestellt. Als Rührschüssel nehmen wir einen hohen Kochtopf und zum Umrühren (weil es auch keinen Schneebesen gibt) nehmen wir einen Pfannenwender, der hat auch „Löcher“ und naja…in der Not, backt der Teufel mit einem Pfannenwender…oder so.

Zuerst schmelzen wir die Butter und eine Tafel Schokolade in einer Metallschüssel über dem Wasserbad. Da wir keine Waage haben, schätzen wir die 100g Butter pi mal Daumen ab. Währenddessen schnippelt Mario eine weitere Tafel Schokolade in kleine Stücke, die später in den Teig sollen. In den großen Kochtopf geben wir die Eier und den blauen Zucker – und wie lernen wir schon in der Schule im Kunstunterricht: Blau und Gelb = Grün. Genau, grün sieht unser Masse bisher aus. „Hmm, ein wenig wie Kotze“, schaue ich meinen Kollegen zweifelnd an. „Naja, vielleicht sieht es gleich besser aus“, sagt er hoffnungsvoll. Wir füllen also die geschmolzene Schokolade in den Topf und geben die Schokostücke hinzu, rühren um und schauen in den Topf. „Verdammt, jetzt sieht es aus wie Durchfall“, sagen wir beide. „Das wird doch keiner essen, wenn die Brownies so komisch grünbraun aussehen“, sag ich und suche in unserem Vorratsschrank nach einer rettenden Lösung. Das hat man nun vom blauen Puderzucker.

Ich finde gesüßtes Kakaopulver und gebe etwas in die Masse, in der Hoffnung, die Farbe zu ändern. Es klappt. Nach dem ersten Schub Kakaopulver sieht der Teig nicht mehr so stark grün aus, ein wenig mehr und endlich sieht der Teig ansehnlich aus, eben wie Kuchenteig. Und geschmacklich hat das Kakaopulver auch nur zur Verbesserung beigetragen. Nun gebe ich das Mehl hinzu und Mario rührt um. Fertig ist der Brownieteig, dessen Farbe zwar ansehnlich ist, aber immer noch nicht so brown wie Brownies eben sind. Egal. Jetzt wird der Teig auf das gefettete Backblech gegeben. Es wird keine dicke Teigschicht, aber das sind diese leckeren Schokoküchlein sowieso nicht.

Das Ganze schieben wir dann in den Ofen und schon nach wenigen Minuten schwebt ein herrlicher Schokogeruch durch die Büroräume. Als wir das Blech nach etwa einer halben Stunde aus dem Ofen nehmen, sieht der Teig fantastisch aus. Kurz lassen wir das Blech abkühlen und schneiden dann kleine, rechteckige Stück aus dem Teig. Natürlich probieren wir die noch warmen Brownies und überlegen, wie viele Stücke wir eigentlich überlassen müssen – sie schmecken hervorragend. Auf dem Teller garniere ich sie mit – Achtung Überraschung – blauem Puderzucker und bunten Streuseln.

Wir decken den Teller schweren Herzens mit einem Geschirrtuch ab und platzieren die Brownies so in der Küche, dass die Kollegen sie auch finden. Eine kleine Notiz in unserer Facebook-Gruppe führt dann zu Tumulten, weil Spätaufsteher, den Frühaufstehern Aufträge geben, zumindest ein Stück für später zu sichern. Und mein Text? Tja, der war immer noch nicht fertig. Aber Hauptsache der Kuchen schmeckt. Guten Appetit!

 

Rezept und Anleitung:
Zunächst werden 100g Schokolade mit 100g Butter im Wasserbad geschmolzen. Währenddessen wird eine Tafel Vollmilch-schokolade in kleine Stücke geschnitten. Die 4 Eier werden mit 50 g blauem Puderzucker schaumig geschlagen. Dazu kommt ein Päckchen Vanillezucker.
Anschließend gebt ihr die flüssige Schoko-Butter-Masse in den Teig und rührt das um. Nun kommen die Schokostücke und gesüßtes Kakaopulver, bis der grünlichbraune Teig eine fürs Auge essbare Farbe hat. Zum Schluss kommt etwa 80g Mehl hinzu und ein halber Teelöffel Backpulver und umrühren.
Nun das ganze auf ein gefettetes Backblech und bei 175° Grad auf der mittleren Schiene für 20-30 Minuten backen. Anschließend den Stäbchentest machen und bei bestehen rausnehmen, kurz abkühlen lassen und in kleine Rechtecke schneiden. Das ganz wird dann auch mit blauem Puderzucker garniert. Fertich!

 

Dripping Cake mit M&Ms und Ganache des Grauens

Einen Backblog führen bringt Freude – also mir und denen, die den Kuchen essen dürfen. Aber wie sagte schon Spidermans Onkel Ben: „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung.“ Also für mich übersetzt: „Aus einem Backblog folgen hohe Erwartungen.“ Nachdem ich also meinem Neffen zum Geburtstag die Mumientorte gebacken habe, kann ich folglich meiner Nichte an ihrem Ehrentag nicht mit einer schnöden Schokotorte kommen. Ich dachte ich probiere mal einen der aktuellen Kuchentrends aus: Dripping Cakes. Das sind mehrschichtige Kuchen, bei denen die Glasur in Tropfen runterläuft. Und weil ich mich mit sowas simplem nicht zufriedengebe, soll da noch eine Packung M&Ms drüber geschüttet werden – hierbei soll der Vorgang des Schüttens in der Bewegung festgehalten werden, samt schwebender, auslaufender Tüte. Und ich dachte, dass wäre der schwerste Part an diesem ganzen Unterfangen. Doch ich habe die Rechnung ohne die Ganache gemacht…HA, HA. Die blöde #?%§! Doch auf die Hülle aus Schokolade, die um den Kuchen soll, werde ich später noch genauer eingehen (siehe Rezept am Ende).

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Zunächst also kläre ich die Grundbestandteile für den Kuchen, denn das gute an diesen Dripping Cakes ist, ihr könnte jeden trockenen Kuchen nehmen den ihr wollt: Schokokuchen, Zitronenkuchen, Mohnkuchen, Kokoskuchen, Stracciatellakuchen. Ich nehme die Sachertorte als Grundkuchen. Da ist Schokolade drin, aber es ist nicht nur Schoko, somit besteht die Hoffnung, dass das Ganze nicht zu süß wird, immerhin soll da eine Schokoschicht drumherum. Da ich vier Schichten plane, werde ich ihn zweimal backen. Ich möchte eine weiße Ganache, damit es einen schöneren Kontrast gibt zur heruntertropfenden Vollmilch-Glasur. Und die Creme zwischen den Tortenschichten wird eine simple Erdbeercreme. So, das Grundgerüst steht, beginnen wir also mit dem Backen.

Am Anfang steht die Ganache

Damit ich am Tag des Geburtstags nicht um sechs Uhr morgens aufstehen muss, bereite ich die Kuchen und auch die Ganache am Abend vor der Festigkeit vor. Die Schokoummantelung soll laut Rezept schon nach wenigen Stunden streichfertig sein, weshalb mein Plan vorsieht, die Kuchen zu backen, zu Schichten, und einzucremen. Am nächsten Tag soll dann einfach nur noch garniert werden. So einfach. Da die Ganache ein paar Stunden abkühlen soll, bereit ich diese zuerst zu.

Da ich keine Raspel habe, hacke ich die Schokolade mit einem Messer klein. Und mit jedem Stück wünschte ich, ich hätte eine Raspel…aua, meine Hand. Im Übrigen habe ich zwei Wochen später eine Rasple in meiner Küche entdeckt – noch mit dem Preisschild daran. Nun, nachdem ich also fertig bin, gebe ich die Sahne in einen Topf und lasse sie aufkochen. Bei meiner Ganache habe ich mich an einem Rezept von Mann backt gehalten. Laut seiner Anleitung darf die Sahne auf keinen Fall kochen, davon habe ich mich vermutlich irritieren lassen und die Sahne zu früh vom Herd genommen. Ich gieße die Sahne über die Schokostückchen, die anfangen zu schmelzen. Das Ganze soll zwei bis drei Minuten stehen gelassen werden. Anschließend mit dem Schneebesen umrühren, aber vorsichtig, damit nicht zu viel Luft untergehoben wird. Nun soll die Ganache eine Konsistenz wie Nutella haben. Tja, meine hat eher die Konsistenz von etwas festerer Nutella mit Schokobrocken. Entweder waren die Schokostücke noch zu groß, die Sahne nicht zu heiß, oder mein Verhältnis von Sahne zu Schokolade nicht richtig – oder alles drei. Ich lasse die Ganache erstmal stehen und widme mich dem Kuchen.

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Zwei Kuchen für vier Schichten

Ich schmelze die Kuvertüre und quirle die Butter mit dem Puderzucker, sowie ein wenig Vanillezucker und Salz zu einer cremigen Masse. Meine vom Eiweiß getrennten Dotter kommen in die Schüssel und unter den Mixer. Anschließend gieße ich die warme Schokomasse hinzu. Aus dem Eiweiß schlage ich mit dem Zucker Eischnee, der dann leicht an Schaumkusscreme erinnert. Das gebe ich auf den Teig, darüber streue ich Mehl und hebe das ganze unter die Masse. Der Kuchen soll hoch werden, aber nicht zu breit, ansonsten würden wir vermutlich drei Tage an dem Kuchen essen. Deshalb nehme ich eine kleinere Silikonform mit 18cm Durchmesser. Das Ganze kommt nun für etwa 60 Minuten in den Ofen. Anschließend mache ich das ganze Prozedere noch einmal, bis ich zwei kleine Sachertorten habe.

Und meine Ganache? Die sieht immer noch scheiße aus. Da es nun schon spät ist und ich keine Hoffnung mehr habe, dass sie weiter schmilzt, beschließe ich doch früher aufzustehen und am nächsten Morgen die Schokocreme zu retten.

Am nächsten Morgen ist die Ganache etwas fester, zu fest zum Streichen und immer noch klumpig. Ich fülle eine kleinere Menge in eine Auflaufform und stelle sie bei sehr geringerer Temperatur in den Backofen. Funktioniert nicht ganz so gut, denn statt zu schmelzen, bildet sich über der Schokolade eine kleine Ölpfütze. Ich nehme noch eine kleine Menge und stelle sie wieder bei 50°Grad in den Backofen, doch diesmal nur für wenige Sekunden, bis ich sehe, dass die Creme wieder weicher wird. So schmelze ich die restliche Ganach wieder ein wenig. Die Klümpchen sind immer noch da, aber zumindest ist sie jetzt streichfertig. Ich lasse sie noch ein wenig abkühlen und kümmere mich um das Schichten.

Was soll’s, dann eben keine glatte Ganache

Zuerst rühre ich die Erdbeercreme an, das einfachste Rezept von allen. Tüte auf, Sahne dazu und rühren. Die beiden Torten schneide ich in jeweils zwei Hälften – quer. Dann fang ich an mit dem Schichten. Auf den ersten Boden gebe ich etwas Erdbeercreme, dann die zweite Schicht Kuchen, dann Erdbeercreme, dann die dritte Schicht Kuchen, dann Erdbeercreme, dann der Deckel. Und hier drumherum, streiche ich die Ganache. Nun, wenn sie glatt ist, dann fällt das Streichen wohl einfacher und die Torte sieht hinterher verputzt aus. Meine ist nicht ganz ebenmäßig weiß, doch wie es meinem Motto entspricht: Die Ganache schmeckt dennoch sehr gut.

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Als letztes kommt die Krönung: die Glasur und darauf die M&M Garnierung. Dafür schmelze ich die Kuvertüre und gieße sie anschließend von oben auf den Kuchen. Mit einem Spachtel schiebe ich die Glasur über den Rand, damit sie an den Seiten herunterläuft und um dem Dripping Cake seine herunterlaufenden Tropfen zu geben. Eine Seite streiche ich etwas breiter mit der Kuvertüre ein, dort sollen die Schokolinsen später kleben. Dann nehme ich einen Strohhalm, ziehe die untere Hälfte bis kurz vorm Knick durch die Kuvertüre und stecke ihn in die Mitte des Kuchens.

Die Tüte schwebt

Die Schokolade am Strohhalm sollte etwas trocknen, damit die Schokolinsen besser daran kleben bleiben. Nun streue ich die M&M über den Kuchen, aber so, dass es aussieht als ob sie über den Rand rüber rutschen. An der dicker bestrichenen Seite klebe ich die Linsen in die langsam härter werdende Kuvertüre. Die Schokolade am Strohhalm ist noch zu weich und die Schokolinsen zu schwer, sie rutschen ständig. Daher ziehe ich auch hier die einzelnen M&M durch die Kuvertüre und klebe so die weiche Schokolade auf die weiche Schokolade – die Linsen halten. Zum Schluss knicke ich den Strohhalm um, stülpe die M&M Tüte darüber und schon schwebt sie. Ich wische noch schnell die Schokoreste vom Tellerrand, denn mir sind ein paar Tropfen „übergelaufen“. Und schon kommt auch meine Nichte, die große Augen macht und gleich reinhaut.

Rezept und Anleitung:
Für die Sachertorte: (2 x backen)
Ich schmelze 110g Kuvertüre (dunkle Schokolade) im Wasserbad. Währenddessen quirle ich die 110g weiche Butter mit 30g Puderzucker und Je einer Prise Vanillezucker und Salz, bis die Masse Cremig aussieht. Anschließend Trenne ich 5 Eier und gebe die Eidotter nach und nach in die Masse. Nun rühre ich die warme Schokomasse unter.
Aus dem Eiweiß schlage ich – zusammen mit 150G Zucker – Eischnee. Das gebe ich auf den Teig, darüber streue ich 110G Mehl und hebe das ganze unter die Masse. Diese fülle ich in eine kleinere Silikonform mit 18cm Durchmesser. Bei 190° Grad hole ich nach etwa 60 Minuten den Kuchen aus dem Ofen. Das Ganze backe ich dann noch ein zweites mal, damit ich zwei kleine Sachertorten habe.
Für die Erdbeercreme:
Für die schnelle Erdbeercreme (ohne Erdbeeren weil Winter) einfach eine Packung Quarkfein mit Erdbeergeschmack mit einem Becher Sahne verquirlen und fertig.
Für die Ganache:
Meine Ganache war murks, ich hatte 800G weiße Schokolade und etwa 280ml Sahne – viel zu viel Masse für den Kuchen und auch wohl nicht das richtige Mengenverhältnis und nicht zu heiß und alles. Ich Empfehle folgendes Rezept und die Anleitung von Sallys Blog. Dies werde ich nächstes mal auch ausprobieren. Für ihr Rezept braucht man 600g weiße Schokolade (Kuvertüre) und 200g Sahne, also auch ein 1:3 Verhältnis. Die Schokolade in Stücke Brechen, oder auch raspeln und die Sahne aufkochen. Den Topf vom herd nehmen, die Schokolade dazugeben und mit dem Schneebesen umrühren, bis sie sich komplett aufgelöst hat. Die Masse dann umfüllen und abgedeckt über nacht und bei Zimmertemperatur stehen lassen. In einigen Anleitungen kann die Ganache auch nach wenigen Stunden schon benutzt werden. Sie darf nur nicht zu fest werden, sonst lässt sie sich schwieriger streichen.
Den Kuchen zusammensetzen:
Die Sachertorten jeweils halbieren, dass man vier Scheiben hat. Dann den untersten Tortenboden mit Erdbeercreme bestreichen, Tortenboden darauf, wieder bestreichen, Tortenboden darauf, Erdbeercreme und dann Deckel drauf. Das Ganze wird mit der Ganache bestrichen, einmal rundherum und obendrüber, bis alles glatt ist und wie verputzt aussieht.
Für das M&M-Topping:
Nun kommt das M&M Topping (Eine große Packung ohne Nüsse) mit 100G Vollmilchkuvertüre. Zunächst die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Das untere Ende eines Strohhalms – bis ein paar zentimeter unterhalb des knicks – in die Kuvertüre tunken und ein wenig trocknen lassen. Währenddessen die flüssige Schokolade über den Kuchen gießen, so dass sie an den Seiten herunterläuft.  Dabei versuchen, dass die Tropfen nicht komplett herunterlaufen und sich die Schokolade auf der Kuchenplatte sammelt. Eine Seite könnt ihr etwas breitflächiger mit Schokolade bestreichen, dort werden später die M&M platziert. Sobald der Kuchen oben bedeckt ist, mittig den Strohhalm hineinstecken, mit dem Knick nach oben zeigend. Mit einer Schere wird eine Ecke der Verpackung weggeschnitten, wir brauchen diese noch. Nun werden die M&M auf dem Kuchen gestreut und auf die Glasur geklebt, so dass es aussieht, als ob sie über den Kuchen rutschen und an ihm herunter.  Die M&M die an den Strohhalm sollen am besten einmal in die noch weiche Kuvertüre tunken und dann an den Strohhalm kleben. Falls die Schokolade noch zu weich ist, erfordert das ganze ein wenig geduld. Wenn auch dieser vollständig bedeckt ist, stülpt die Verpackung mit der offenen Ecke über den Strohhalm und schon sieht es aus, als ob die Verpackung schwebt. Guten Appetit!

 

Joghurt-Likör43-Nutella-Schokokuchen

Ich möchte backen. Jetzt. Um 11 Uhr nachts. Hin und wieder packt es mich, dann sitze ich nach einem arbeitsamen Tag auf meiner Couch und denke die ganze Zeit an etwas Süßes. Ein Brot mit Nutella? Ein Löffel Nutella? Schokopudding? Etwas zu Naschen habe ich selten Zuhause – außer zu bestimmten Anlässen – genau um mich vor solchen Ideen auf der Couch zu schützen. Dann fange ich immer an im Gedanken zu backen. Manchmal stehe ich dann wirklich auf und schaue was ich an Zutaten da habe, so wie heute.

Ein Blick in meinen Kühlschrank verrät mir, dass ein herkömmliches Rezept nicht möglich ist. Ich habe nur zwei Eier und keinen Schluck Milch. Ich entdecke meinen Joghurt. Könnte funktionieren. Ein wenig mehr Flüssigkeit von etwas anderem und ich kann drauflos backen. Ich drehe mich also zu meinem Regal um, auf dem die alkoholischen Getränke stehen – einmal backte ich mit Rum, als mir Eier fehlten. Das Ergebnis war sehr gut, zumal Rum auch treibend wirkt, ihn also in die Höhe schießen lies und den Teig auflockerte. Jetzt habe ich aber keinen Rum, dafür aber Licor 43. Warum nicht (Rezept siehe unten)?

Ich krame das Mehl heraus, entdecke noch ein offenes Päckchen gehackte Mandeln und Schokopuddingpulver, nehme auch diese beiden Sachen aus dem Regal und stelle sie auf die Arbeitsplatte. Schnell gehe ich nochmal zurück und hole die Nutella, Schoko soll in den Kuchen. Die leider nicht so weiche Butter schnitze ich in eine Schüssel und versuche sie mit dem Puderzucker, den Eiern und ein wenig Vanillezucker cremig zu schlagen. Es funktioniert, dauert zwar etwas länger, weil die harte Butter sich etwas störrisch anstellt, aber zum Schluss ist es eine Creme. Dann kommen der Joghurt und das Schokopuddingpulver dazu. Scheint ganz gut zu funktionieren bisher. Vielleicht ist meine Reihenfolge der Zutaten nicht ganz korrekt, aber am Ende ist ohnehin alles ein Brei.

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Also nehme ich das Mehl und das Backpulver und gebe es langsame zum Teig dazu. Jetzt kommt meine Verfeinerung, die restlichen gehackten Mandeln landen in der Schüssel. Mit einem Esslöffel hebe ich zwei größere Portionen Nutella aus dem Glas und in die Masse – vielleicht waren es auch eher drei. Nun kommt mein Milch und auch ein wenig Eiersatz ins Spiel. Zwei große Schlücke, dann drei – und weil man auf einem Bein nicht stehen kann, auch ein vierter. Der Alkohol wird nach dem Backen verpufft sein, doch damit man den Likör auch schmeckt, ist weniger nicht mehr. Beim probieren hat der Teig es schon in sich, würde ich ihn roh essen, hätte ich bestimmt einen Sitzen.

Dann begehe ich einen Fehler, den ich erst nach dem Backen erkenne. Ich nehme eine Silikonkastenform anstatt einer normalen gefetteten. Der Vorteil an Silikon ist, dass man es nicht einfetten muss, der Kuchen flutscht einfach so raus, wenn er abgekühlt ist. Außer wenn der Teig zu weich ist – wie meiner jetzt. Habe ich aber vorher nicht drüber nachgedacht. Und so fülle ich fröhlich den Teig in die Form, schiebe das Ganze in den Ofen und nach etwa 40 Minuten und einem bestandenen Stäbchentest hole ich den herrlich duftenden, gut aufgegangenen Kuchen aus der Röhre. Da es inzwischen schon spät ist, decke ich den Kuchen ab und lasse ich ihn über Nacht abkühlen.

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Am nächsten Morgen gehe ich in freudiger Erwartung in die Küche. Der Kuchen sieht herrlich aus und duftet toll. Als ich die Silikonform biege, damit der Kuchen herausrutschen kann stelle ich fest: er rutscht nicht, er klebt fest. Dödödööööö…. Ich hole also so vorsichtig wie möglich das Backwerk aus der Form. Von oben sieht er toll aus, nur untenrum ist er etwas ausgefranst und die fehlenden Stücke kleben in der Form. Dennoch schmeckt er sehr gut und hat einen leichten Geschmack nach Likör 43. Auch meine Kollegen stürzen sich mit Wonne auf den Schokokuchen und sind glücklich. Also alles richtig gemacht.

Rezept und Anleitung:
Ich nehme 150g weiche Butter, 150g Puderzucker, 2 Eier, eine Prise Vanillezucker und schlage alles zu einer cremigen Masse. Anschließend gebe ich 1 Päckchen Schokopuddingpulver und einen Becher Joghurt hinzu – das verquirle ich wieder, bis ich eine homogene Masse habe.
Langsam gebe ich 150g Mehl und ein halbes Päckchen Backpulver dazu. Nun kommen 50g gehackte Mandeln, 2 Esslöffel Nutella – oder auch 3 – in die Schüssel. Zum Schluß gebe ich Licor 43 in den Teig – nach belieben. Kann auch gerne ein Schluck mehr sein, der Alkohol verpufft schließlich beim Backen.
Die Masse wird in eine gefettet Kastenform (nicht in die Silikonform) gegeben und bei 175°Grad für etwa 40 Minuten auf der mittleren Schiene in den Backofen geschoben. Nach erfolgreichem Stäbchentest – also wenn kein Teig mehr kleben bleibt – den Kuchen aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und genießen. Guten Appetit!

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Mumien Kuchen mit viel Hintern

Ich habe manchmal Fantasien – vor allem von Dingen, die ich sehr gut kann, obwohl ich eigentlich weiß, dass ich sie nicht so gut kann. Ich stelle mir vor wie ich elegant Parkour laufe, dabei schaffe ich es nicht mal mich eine Sekunde an einem Reck zu halten. Oder ich stelle mir vor wie ich mein neues Sofa alleine bis in den vierten Stock trage, obwohl ich es wohl nicht mal durch die Haustür schaffen würde. So stell ich mir eben manchmal vor, wie ich diese unglaublich kreativen und faszinierenden Torten nachbacken kann, die sich einige für Tortenwettbewerbe ausdenken. So wie etwa diese Torte hier:

Spaghetti-Mumie, Quelle: Jessica Allard

Spaghetti-Mumie, Quelle: Jessica Allard

Superkuchen, Superidee – und besonders passend für meinen Neffen, der am 31. Oktober Geburtstag hat, also Halloween. Ich muss gestehen, die Anleitung der Bäckerin habe ich erst entdeckt, als ich angefangen habe, diesen Beitrag hier zu schreiben. Tja… Daher präsentiere ich hier eben nun meine eigene Interpretation dieses coolen Kuchens (siehe Rezept am Ende). Da mein Neffe etwas weiter weg wohnt und dieser Kuchen vermutlich eine wacklige Angelegenheit werden wird, habe ich beschlossen die Torte bei meiner Mutter zu backen. Dort wird es auch die kleine Familienfeier geben. Und dabei kann sie mir vermutlich noch ein wenig helfen.

Ich habe mich entschieden als Grundteig einen Cake-Pop Teig zu nehmen, da dieser leicht formbar ist und auch auf Spießen serviert wird. Gut, die sind dann in der Regel etwas kleiner und tragen nicht noch Kopf und Arme, aber vielleicht funktioniert es ja. Für die Mullbinden werde ich ein Gemisch aus Marzipan und Fondant nehmen, da ich Fondant alleine nicht lecker finde und Marzipan alleine schnell viel zu weich ist.

Zuerst verrühre ich die leider nicht so weiche Butter mit dem Zucker. Dies alles natürlich unter den Augen meiner aufmerksamen Mutter – ich bin schließlich erst 35 Jahre alt und wer weiß, vielleicht bediene ich ja das Rührgerät nicht richtig. Als ich dann die Eier in den Teig gebe, beschließt meine Mutter mich in der Küche alleine zu lassen. Sie scheint mir nun zu vertrauen, oder kann sich mein Desaster nicht länger ansehen. Ich gebe das Mehl, das Backpulver und ein wenig Kakaopulver hinzu, weil ich gerne dunkle Kuchen mag. Man kann stattdessen natürlich 30 Gramm mehr Mehl nehmen. Eine relativ feste und klebrige Masse entsteht, die ich in eine Silikonkastenform streiche und für etwa eine halbe Stunde in den Ofen schiebe. Zum Testen, ob der Kuchen fertig ist, steche ich ab und zu ein Stäbchen in die Masse. Als kein Teig mehr daran kleben bleibt, nehme ich ihn raus und lasse ihn bis zum nächsten Morgen abkühlen. Das war der einfach Part.

Am nächsten Tag hole ich den Kuchen aus der Form und lege ihn auf ein Holzbrett. Die harte Kruste schneide ich dünn vom Kuchen ab. Das weiche Innenleben brösel ich in eine Schüssel. In einer anderen Schüssel verrühre ich Frischkäse mit Puderzucker, auch diese Masse ist leicht klebrig. Dann kann sie aber die Kuchenbrösel gut zusammenkleben. Dafür gebe ich die Klebemasse in die Krümel und beginne zu kneten, bis sich ein weicher Klumpen in der Schüssel befindet. Jetzt kann ich anfangen den Körper zu formen – und zwar jeden Körperteil einzeln. Am leichtesten geht der Kopf, einfach eine große Kugel drehen. Der Rest sind eigentlich eher dicke Würste. Aber die Gliedmaßen sollten möglichst proportional zueinander sein, damit es erstens nicht komisch aussieht und zweitens den Körper nicht vorne überfallen lässt, oder etwa die Beine unter dem Gewicht der Masse zusammenbrechen. Die Füße habe ich extra gemacht, damit die Mumie einen besseren Stand bekommt. Doch bevor ich die Figur zusammensetzen kann, muss sie erst einmal für eine Stunde in den Kühlschrank zum Aushärten. Währenddessen knete ich Marzipan mit Fondant zusammen, rollen ihn möglichst lang und flach aus und schneide mit dem Pizzaroller lange Streifen in die Masse.

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Als die Körperteile etwas härter sind, nehme ich die Platte auf der die Mumie liegt heraus. Zusammen mit meiner Mama versuche ich die Mumie zum Stehen zu bekommen. Dafür stecke ich zunächst einen abgeschnittenen Strohhalm in den oberen Körper, quasi als Hals für den Kopf, den ich direkt daraufsetze. Das hält schon mal. Für die Arme nehme ich kleine Zahnstocher und stecke sie zur Hälft in den Arm und mit der anderen Hälfte in den Körper. Das hält auch noch. Mit zwei weiteren Zahnstochern bringe ich die Füße an den Beinen an. Sie stehen, sehr gut sogar. Jetzt muss nur noch der Körper auf den Beinen halten. Meine Mutter ist skeptisch. Mein Papa schaut nur kurz und geht lieber ins Wohnzimmer. Ich nehme wieder zwei Strohhalmstücke und stecke eines in das linke Bein und das andere in das Rechte. Der Körper der Mumie ist schwer, die Beine sind weich, die Strohhalme vielleicht nicht stark genug. Meine Mutter schaut zweifelnd, als ich den Oberkörper auf die Beine schiebe. Ich rücke die Beine zurecht, versuche das Gleichgewicht der Figur zu finden. Es hält – nicht. Mist. „Die Arme sind länger als die Beine. Und er braucht einen Hintern, sonst fällt er vorne über“, sagt meine Mama. Mit meiner linken Hand halte ich die Figur aufrecht, mit der rechten rupfe ich ein wenig von den Armen ab, knete die beiden Klumpen wieder zusammen und klebe sie der Mumie hinten an den Rücken. Sie hat jetzt einen prächtigen Arsch.

Mit einem Minikuchenständer aus Pappe versuchen wir der Mumie ein wenig mehr Halt zu geben und siehe da: Sie steht tatsächlich. Jetzt sitzt sie mit ihrem prächtigen Hinterteil auf dem Kuchenständer. Wir beginnen also mit den Mullbinden. „Möchtest du einen Kornähren-Verband“, fragt meine Mutter. Ganz die Krankenschwester, die sie ist. Und ja, so ähnlich versuchen wir es zumindest, soweit man das mit Zucker und Marzipan überhaupt hinbekommt. Die erste Binde wickeln wir um den Kopf und achten darauf die Bahnen ein wenig überlappen zu lassen. Und hier merke ich auch, dass unsere Konstruktion mit dem Kuchenständer wohl doch nicht funktionieren wird. Das zusätzlich Gewicht des Marzipans drückt auf die weichen Beine. Sie werden immer kürzer und dicker. Der Teig ist nicht hart genug. Die Mumie muss wohl doch sitzen. Ich ziehe die Beine also aus dem Körper raus, setze den Oberkörper direkt auf die Platte und stecke die Strohhalmenden vorne wieder rein.

Hier macht sich auch der frisch gebaute Hintern sehr nützlich. Er ist eine gute Stütze. Und auch die Beine funktionieren hier besser. Nachdem nun alle Körperteile wieder richtig festgedrückt, die Proportionen angepasst und die Füße an den Beinen sind, wird auch der Rest des Körpers mit Mullbinden eingewickelt. Unten schiebe ich mit einem Holzspieß das Marzipan-Fondant-Gemisch unter den Körper, damit es so aussieht als ob der Verband Drumherum weitergeht. Versucht das bloß nicht mit den Fingern zu machen, der Marzipan wird weich und wird nur immer wieder an euren Fingern kleben bleiben. Wahnsinn in diesem Fall ist garantiert. Zum Schluss habe ich etwas schwarze Lebensmittelfarbe auf meinen Finger getropft und mit diesem Finger leicht über den Verband gestrichen, so sieht es am Ende ein wenig alt aus. Für die Augen habe ich zwei große schwarze Kreise mit Lebensmittelfarbe gemalt und Zuckeraugen daraufgesetzt. Der Mund hat rote Lebensmittelfarbe bekommen.

Meine Mutter holt meinen Vater, um ihm zu zeigen wie die Mumie aussieht und ja: Wir sind alle überrascht, dass der Kuchen besser aussieht als gedacht. Bis zur Übergabe wird er nochmal in den Kühlschrank gestellt und anschließend Halloweenmäßig verziert auf den Geburtstagstisch.

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Mein Neffe war begeistert als er ihn gesehen hat und keiner hat sich getraut ihn anzuschneiden, haben wir natürlich doch und er war lecker. Die Masse hat ungefähr die Konsistenz von Rumkugeln, was ich persönlich ja ziemlich steil finde. Allerdings ist sie auch sehr, sehr süß, weshalb ich das nächste Mal weniger Zucker nehmen würde. Im Rezept unten empfehle ich also weniger Zucker zu nehmen. Allerdings kann eine Nacht im Kühlschrank bei diesem Kuchen Wunder bewirken – am nächsten Tag war er gar nicht mehr zu süß und ich musste leider beide Arme und den Popo der Mumie vertilgen. Guten Appetit!

Rezept und Anleitung:
Die 140g weiche Butter werden mit 140g Zucker (ich empfehle 20-30G weniger Zucker) schaumig gerührt. Gebt dann anschließend 2 Eier hinzu und vermischt dies gründlich. Nun kommen 120g Mehl, eine Messerspitze Backpulver und 2 Esslöffel Kakaopulver dazu. Diese leicht klebrige Masse wird in eine gefettete Kastenform oder in eine Silikonform gegeben.
Den Ofen auf 160°Grad drehen und etwa 30 Minuten warten, bis der Kuchen fertig ist. Wenn nach dem Stäbchentest kein Teig mehr dran klebt, den Kuchen aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.
Währenddessen verquirlt ihr 80g Frischkäse mit 140g Puderzucker (Auch hier empfehle ich 20-30G weniger Zucker). Dann werden die harten Kuchenränder abgeschnitten und der Rest in eine Schüssel gebröselt. Gebt die Frischkäsemasse hinzu und knetet alles zu einer homogenen Masse. Formt nun eine große Kugel für den Kopf, zwei Beine, zwei Füße, zwei Arme und natürlich einen stabilen Oberkörper. Legt die Körperteile auf eine Platte und schiebt die für eine Stunde in den Kühlschrank, damit die Masse fertig wird.
Während die Körperteile im Kühlschrank sind, mischt ihr eine Packung weißen Fondant mit, einer Packung weißem Marzipan. Eigentlich reicht auch jeweils die Hälfte. Die Masse rollt ihr flach aus und achtet dabei darauf sie möglichst lang zu rollen. Mit einem Pizzaschneider rollt ihr lange Bahnen in die Masse. Das sind die Mullbinden.
Wenn die Körperteile fest sind werden diese zusammengesteckt – entweder mit Strohhalmstücken oder Holzspießen. Die Mumie sitzt, daher werden die beiden Arme vorne angebracht, so auch die Beine. Damit die Figur von ihrem Gewicht nicht umkippt, wird an der unteren Rückseite ein Hintern angefügt. Nun kommen die Mullbinden und werden um den Körper gewickelt. Am besten oben beim Kopf anfangen, gerne auch die Streifen ein wenig überlappen lassen. Unten werden die Binden mit einem langen Stäbchen ein wenig unter die Beine und den Po geschoben – mit den Fingern wird das eine klebrige und anstrengende Angelegenheit.
Sobald alle Binden angelegt sind, gebt einen Tropfen schwarze Lebensmittelfarbe auf einen Finger und wischt leicht über die weißen Binden, dass verleiht einen gebrauchten und alten Eindruck. Mit einem Holzspieß malt ihr zwei schwarze größere Kreise für die Augen auf. Hierauf klebt ihr dann Zuckeraugen. Fertig ist die Mumie.

Matschige Tarte au Chocolate

Ich steh‘ auf Schokolade. Diese braune Masse gehört für mich zu einem guten Dessert, wie Zucker zum Tee, Pfeffer zum Steak, Socken zu Füßen (im Winter) – es geht zwar auch immer ohne, aber es fehlt doch etwas. Deshalb liebe ich auch Schokokuchen und diese Tarte hier, ist für mich die ultimative Schokokuchenexplosion. Mehr Schoko geht nicht. Das Beste an ihr ist dabei der matschige Kern, in den man nicht reinbeißen kann, ohne ein „Mmmmmh“ von sich zu geben.

Da ich selten Speisestärke im Haus habe, war ich begeistert, als ich im Netz die Variante mit Puddingpulver gefunden habe, denn das habe ich häufig im Regal stehen. Seitdem bin ich ein Fan von Puddingpulver im Kuchen. Das gibt einen fluffigeren Kern und weil in dieser Tarte kein Mehl enthalten ist, sondern einfach nur Fett mit – nun – fetthaltiger Schokolade wird das ganze einfach unsagbar butterweich.

Vor mir liegen also nun alle Zutaten – viele sind es nicht (siehe Rezept am Ende). Doch auf die Menge kommt es ja nicht an. Auf den Herd stelle ich einen Topf mit Wasser und auf diesen Topf setze ich eine silberne Metallschüssel. In diese schnitze ich die Butter und werfe die zerbröselte Vollmilchschokolade hinein. Ich nehme immer die mit der lila Kuh, wer mag kann natürlich auch zartbitter Schokolade verwenden, dann anschließend mehr Zucker, oder auch nicht. Ich habe mit dieser Vollmilch-Variante allerdings noch jeden rumbekommen – sogar meinen Chef, der seiner Aussage nach, eigentlich kein Kuchenesser ist.

Während ich also die Butter und die Schokolade schmelzen lassen, bereite ich den restlichen Teig vor. Dafür schlage ich vier Eier in eine Rührschüssel, gebe den Puderzucker hinzu und anschließend den Vanillezucker. Eigentlich soll dort ein Päckchen rein, ich habe aber nur einen Streuer. Also gebe ich so viel hinzu, wie ich in einem Päckchen vermute – gut, ich glaube es war ein wenig mehr, aber zu viel Vanillezucker gibt es einfach nicht. Mit einer Prise Salz runde ich alles ab, verquirle das Ganze bis es leicht sämig ist.

Die Butter und die Schokolade sind geschmolzen. Ich rühre noch einmal um, damit auch die letzten Stücke zerfließen. Ich lasse es soweit abkühlen, bis ich die Metallschüssel anfassen kann – und zwar ohne Topflappen. Die Masse schütte ich in die Rührschüssel zu den anderen Zutaten. Es duftet nach warmer, geschmolzener Schokolade – welch eine Überraschung – und ich möchte direkt mit dem Gesicht in die Schokomasse dippen. Ich beherrsche mich, rühre langsam und auf kleiner Stufe bis alles vermengt ist. Ich gebe die gehackte Schokolade dazu und rühre sie mit dem Löffel in den flüssigen…ähm…ich nenne es mal Teig. Ist es eigentlich nicht, mehr eine warme, gut riechende, Schokosuppe. Die eigentlich eckigen Schokostückchen beginnen in der noch warmen Masse leicht zu schmelzen und werden kleine, runde Schokoklumpen…in die ich reinbeißen möchte.

Zum Schluss gebe ich das Puddingpulver und ein wenig Backpulver hinzu, quirle erneut auf der niedrigsten Stufe und nur bis sich das Pulver gut vermischt hat mit dem Rest. Ich möchte schließlich nicht die Schokostückchen zerkleinern. Jetzt muss das Ganze nur noch in eine gefettete Form und ab in den Ofen. Ich nehme immer meine normale Springform, eine Tarteform habe ich leider nicht. Auf ein Küchentuch gebe ich ein wenig Öl und verreibe dies in der Form, auf dem Boden und an den Rändern. Ich befülle die Form mit der Schokomasse und schiebe sie auf dem Backblech auf die mittlere Schiene bei 175° Grad.

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Die nächsten zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten fliegt ein angenehmer, verführerischer Schokogeruch durch meine Wohnung. Zwischendurch teste ich mit meinem Stäbchen, ob und wieviel Teig am Holz kleben bleibt. Als ich ihn rausnehme ist er noch sehr weich und eigentlich klebt auch noch ein wenig Teig am Holzstäbchen nach dem Test – doch so soll es auch sein. Wenn man ihn abkühlen lässt, wird er ein wenig fester von außen, dafür bleibt er dann innendrin so lecker matschig. Und die Schokostücke darin setzen weitere Highlights.

Eigentlich wollte ich euch auch Fotos vom inneren des Kuchens zeigen, doch ich setzte meinen Kollegen diese Tarte vor mit den Worten. „Die könnt ihr gerne essen, ich schaffe das alleine nicht.“ Nun…ich sag mal so, Heuschrecken hätten nicht schneller sein können. Dafür bekam ich aber jede Menge Liebesbekundungen, einen Heiratsantrag und ein sauberes Blech zurück. Wenn Liebe nicht durch den Magen geht, dann weiß ich auch nicht. Guten Appetit!

Rezept und Anleitung:
Die 200 g vollmilchSchokolade und die 200g Butter im Topf oder in einem Wasserbad schmelzen.
Währenddessen werden die 4 Eier, die 100g Puderzucker, das päckchen Vanillezucker und die prise Salz cremig geschlagen. Das Schokobuttergemisch wird langsam dazugegeben und die 100g gehackten Schokostücke vorsichtig untergehoben.
Dann das eine päckchen schokoPuddingpulver und der halbe teelöffel Backpulver dazugeben und auf leichter Stufe verrühren. Das Ganze kommt in eine vorher gefettete spring- oder Tarteform.
Bei 175° Grad auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Ofen 20-25 Minuten backen. Der Kuchen wird so lecker matschig sein – wie warmer Pudding.

Peanutfuckingbutter Cheesecake

Erdnussbutter – denkt man – das ist doch so amerikanisch. Ja, aber verdammt nochmal, die haben da ausnahmsweise mal sowas von recht. Klar, pur ist die kaum genießbar, aber zusammen mit anderen Zutaten, auf Brot mit Nutella gemischt und dann auch noch warm gemacht….oohhh…da wird mir beim Gedanken daran gleich anders. Und ich gebe zu, auch ein wenig schlecht. Denn auch wenn Gerichte oder Kuchen mit Erdnussbutter derbe schmecken – leicht sind sie nicht. Häufig ist nach einem Bissen das Limit erreicht, wenn man es mit der Nussmasse übertreibt. So ähnlich war oder ist es auch mit diesem Kuchen hier. Im Original-Rezept ist deutlich mehr Zucker und Erdnussbutter drinn und weniger Frischkäse. Auch gehörte da noch eine Schokoglasur obendrauf, doch glaubt mir, so wie ich ihn hier zubereite ist vollkommen ausreichend (siehe Rezept am Ende). Ansonsten hat man genau den Effekt, den man als Germane oft bei amerikanischen Süßigkeiten hat: Dir wird schnell schlecht.

Doch hier geht es ja um lecker und so. Und damit es lecker wird, fange ich erstmal an, den Boden für diesen Kuchen zuzubereiten. Als  erstes lege ich eine normale Springform mit Backpapier aus. Das bedeutet der Kuchen bleibt nicht an der Form kleben und lässt sich hinterher sehr gut umsetzen. Ich nehme nun die Butter und beginne sie in einem Wasserbad zu schmelzen. Zum Boden gehört eine weitere Zutat und zwar Kekse. Ich nehme immer die weichen, amerikanischen Schoko-Cookies mit Schokostücken darin. Einmal habe ich mir sogar die leckeren Schoko-Cookies von Subway abwiegen lassen und als Kuchenboden verwendet – ein Träumchen sag ich euch. Diese Cookies zerquetsche ich und brösel sie in eine Rührschüssel. Als die Butter flüssig ist, gieße ich sie über die Keksbrösel. Achtet auf das richtige Verhältnis von Butter und Keksen. Bei zuviel Butter, kann es sein, dass der Boden zu weich und fettig wird. Nachdem die Butter etwas abgekühlt ist, wird dieses Butter-Keksgebrösel mit der Hand zu einer Masse verknetet. Diese Masse drückt ihr auf den Boden der Springform, bis jeder Flecken bedeckt ist.

Jetzt kommt die Teigmasse an die Reihe und versucht euch zu beherrschen, diese nicht schon im rohen Zustand völlig zu verspeisen. Schmeckt nämlich auch schon sehr gut. In einer weiteren Rührschüssel verquirle ich den Frischkäse, den Zucker und die Erdnussbutter. Je nach Geschmack könnt ihr hier noch mehr Erdnussbutter, oder Zucker hinzugeben. Danach kommen nur noch die zwei Eier hinzu und das Gemisch wird noch cremiger. Das war es auch schon. Diese Masse gebt ihr in die Springform auf den Keksboden, streicht sie schön glatt, gleitet noch ein, zwei mal durch die Masse um zu testen ob sie auch wirklich schmeckt – ja, tut sie – und dann nehmt ihr für ein paar Minuten Abschied von ihr, denn jetzt muss sie in den Ofen. Tröstet euch mit dem Abschlecken der Rührstäbe. Wobei, dies ist doch auch eigentlich der wahre Grund, warum wir backen: Gebt es zu. Aber keine Angst, der Kuchen kommt nach dreißig Minuten wieder zurück zu euch, duftet herrlich und wird dann noch besser schmecken als vorher.

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Meine Arbeitskollegen haben schon vor Freude fast Orgasmen bekommen, als ich ankündigte, ich würde den Kuchen am nächsten Tag mit zur Arbeit bringen. Wahre Freude wird hiermit also verbreitet. Guten Appetit!

Rezept und Anleitung:
Als erstes werden 75g Butter im Topf oder Wasserbad geschmolzen. Währendessen zerdrückt Ihr 250g weiche Schokocookies, gießt anschließend die flüssige Butter hinzu und verknetet die Masse. Diese drückt ihr auf den Boden einer mit Backpapier ausgelegten Springform.
Nun gebt ihr 600g Frischkäse in eine Rührschüssel, fügt 100g Zucker und je nach Geschmack 100 bis 150 g Erdnussbutter hinzu. Verquirlen. Anschließend die 2 Eier hinzugeben und auf kleiner Stufe cremig rühren.
Diese Masse auf den Keksboden geben und das Ganze auf der mittleren Schiene bei 180° Grad maximal 30 Minuten backen. Anschließend genießen.